Drei Blickwinkel, ein gemeinsamer Weg: Die Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg (ISoG BW) bildet seit 5 Jahren Teilnehmer aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus

„Vor 5 Jahren hat sich die ISoG auf den Weg gemacht, Lösungen zu ermöglichen, mit Menschen, zwischen den Sektoren“, so Prof. Dr. Martina Klärle, Präsidentin der DHBW. Zusammen mit DHBW CAS Direktor Prof. Dr. Boris Kühnle gratulierte sie den 20 Absolvent*innen des Executive Programme am vergangenen Freitag zum erfolgreichen Abschluss. Angesiedelt ist die ISoG BW am Center for Advanced Studies der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Zu der Veranstaltung im Forum auf dem Bildungscampus Heilbronn kamen rund 50 Gäste, darunter auch viele ehemalige Absolvent*innen, Unterstützer*innen und Förder*innen der ISOG.

Auch in Zukunft wolle sich die ISoG auf die Kernthemen Weiterbildung, Forschung, Beratung und öffentlicher Diskurs konzentrieren, erklärte die Leiterin, Professorin Monika Gonser. Wie ein Baum sei sie innerhalb der letzten 5 Jahre in die Höhe und auch in die Breite gewachsen. 

Entscheidend dabei ist das Executive Programme, eine einjährige intersektoral besetzte Studiengruppe mit berufserfahrenen Fach- und Führungskräften aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Teilnehmenden lernen miteinander, vor allem aber voneinander.

„Ich gehe jetzt anders an Projekte heran, überlege mir vorher, mit wem kann ich sprechen“, erzählte Yannik Soglondey, Absolvent des diesjährigen Jahrgangs. Außerdem habe er gelernt, langfristiger zu denken und strategischer zu planen. Da er selbst in der öffentlichen Verwaltung der Stadt Stuttgart arbeitet, war für ihn der Austausch mit Teilnehmenden von Unternehmen besonders interessant. So frage er sich jetzt in seiner Arbeit im Jobcenter öfter: Welche Herausforderungen hat die Wirtschaft bei diesem Thema zu bewältigen?

Die Wirtschaft, dazu gehören Absolventinnen wie Melita Delic, Leiterin der externen Unternehmenskommunikation bei Bosch. Spannend fand sie vor allem wie unterschiedlich in den verschiedenen Sektoren gearbeitet wird, kurz: Der Blick über den Tellerrand. 

Als es im Verlauf des Abends noch einmal spielerisch um Inhalte aus der ISoG-Welt ging, war sie engagiert dabei. Beim Activity-Spiel holte sie den Punkt für ihr Team: „Unterwasserschwimmen auf Englisch?“ Deep Dive, rief es aus dem Publikum. Mit Team Grün gewannen schlussendlich die Absolvent*innen des aktuellen Jahrgangs, die das Wissen noch frisch im Kopf hatten.

Dennoch wirkt das Programm lange nach. Alexandra Schmider arbeitet im Sozialministerium, war vor drei Jahren dabei und zehrt noch heute von ihrem gewonnen Wissen. Wichtig dabei ist stets der Blick in die Zukunft: Was kommt auf uns zu? Sie habe viel mitgenommen an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Trends. „Es gab immer wieder Sternenmomente, wo sich alles verknüpft hat“, sagt sie rückblickend.

Das Netzwerk und die Schnittstellenarbeit waren für Stefan Alger, Referent im evangelischen Oberkirchenrat, wertvolle Aspekte. Gefallen hat ihm besonders das Modul Kommunikation: „Weil dabei das Wie besonders betont wurde.“

Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fördern und dabei stets den richtigen Ton für konstruktive Zusammenarbeit treffen - wir hoffen, dass dieser Baum weitere Früchte trägt. Herzlichen Glückwunsch an die Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg, wir freuen uns auf die nächsten fünf Jahre!

Über die ISoG BW:

Die Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg (ISoG BW) wurde im Jahr 2019 gegründet. An der ISoG BW lernen Fachkräfte und leitende Mitarbeiter*innen aus Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft im direkten Austausch miteinander intersektorale Führungskompetenzen. Neben einem berufsbegleitenden Zertifikatsprogramm auf Master-Niveau bietet die ISoG BW öffentliche Diskurse zu aktuellen intersektoralen Themen an, z. B. Klimawandel, Zuwanderung und Nachhaltigkeit. Im Frühjahr 2025 wurde der fünfte Jahrgang der ISoG BW verabschiedet, bislang haben rund 80 Personen das Zertifikatsprogramm absolviert. www.isog.dhbw.de